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Jamie macht die Welle platt.
Jamie O'Brien Cover Da SURF zine Herbst 2004!
In den frühen 90ern wurde Surfen so richtig populär in Europa und ich hatte dieses frühe deutsche Surf'zine publiziert, nun fast 10 Jahre online und immer noch Surfen Surfen Surfen! Allein das Zuschauen macht schon viel Spass!!

Der alte Mann und das Meer.

Sommer 2004 am Strand in Südwestfrankreich. Alle Jahre wieder kommt der Surfzirkus an die Ferienstrände Frankreichs. Angefangen vor 25 Jahren in Lacanau kam bald die Weltelite der WCT Championship Surfer in die Sommerresidenzen der gelangweilten Großstadtbewohner. Lacanau, eigentlich ein verlorenes Nest im Wald westlich von Bordeaux, wächst im August zur Kleinstadt nebst Nachtleben und Autokorso an der kurzen Strandpromenade. Doch dieses Jahr war alles anders, selbst auf den unverschämt teuren Campingplätzen blieben viele Parzellen leer, denn norddeutsches Schmuddelwetter hatte auch den Sommer am französischen Atlantik heimgesucht. Einzig die Strände um Biarritz wurden einigermaßen verschont von den Graupelschauer subpolare Kaltluft Ferienfrust bringenden Sturmtiefs dieses "Sommers". Immerhin blieben die Temperaturen über 20 Grad, so daß die Surfer ihre australischen Wintersachen im Koffer lassen konnten.

Easy summer living in Southwest France Rip Curl Pro 2004

Australische Surfer waren an der Wurzel vieler Firmen der Surf-Industrie zu finden, von denen einige eisern die Wettbewerbe mit den kleinen Wellen in Frankreich sponsorn. Gummianzug-Hersteller Rip Curl ruft seit ewigen Zeiten - bald 20 Jahre - nach Hossegor, und wieder sind viele gekommen, auch wenn es nicht mehr für einen WCT Event reicht, immerhin ein nächstbestes 5-Sterne WQS lassen sich die meisten Aspiranten auf die World Tour nicht entgehen. Beim Wettstreit um über 100000 $ Preisgeld waren heuer 240 Surfer am Start, und die Stars waren denn auch gleich zwei Personen, die vom Wetsuit-Sponsor eingeladen wurden, vornehm ausgedrückt:

Jamie O'Brien von der North Shore Oahu, und
Tom Curren, der legendäre Californier der halb in Südwestfrankreich zu Hause ist.

Tom Curren hatte ich früher kaum in Wellen gesehen, war er doch der Star der 80er Jahre, Amateurweltmeister 1982, Profi-Weltmeister 85, 86, und 1990, und hat sich in den 90er Jahren aus dem öffentlichen Strandleben zurückgezogen. Ich habe erst 1991 mit Wellenreiten begonnen und versucht, mir bei den französischen Wettbewerben ein paar Tricks von den Profis abzuschauen. Aber das ist lange her und inzwischen bin ich mit dem Longboard einigermaßen zufrieden unterwegs. Im 21sten Jahrhundert findet sich Tom erneut in Diensten beim Wetsuit-Sponsor und der läßt ihn antreten, zeigen, was die alte Garde noch so drauf hat. Und in der Tat, es reichte zu einem Platz im Halbfinale!

Mit einem makellosen Surfstil, der nur etwa zwei Manöver kennt: Roundhouse Cutback und Bottom Turn bringen einen Punkt auf der Welle, und Curren, hier ähnlich innovativ wie früher Barton Lynch, bringt deren vier bis fünf Schlenker auf eine Welle plus ein wenig Wischi-Waschi im Weißwasser mit den Finnen im Sand macht 7 bis 8 Punkte bei wohlwollenden Punktrichtern. Sieht nicht sehr spannend aus, bringt aber mehr als die spektakulären Sprünge der jungen Skatergeneration in den unsicheren Wellen dieses Sommers. Das Monsterbreak aus früheren Jahren gab dieses Jahr nicht - man war ja bereits der Sandbank wegen in den Nachbarort Seignosse umgezogen - zum Finaltag gar ließen die Wellen den Wettbewerb fast völlig in Stich. Es waren vom Wind zerzauste Wellen, die zwar bis 1m50 hoch an den Strand rollten, aber es fehlte die Power die man von weit hergekommenen Swells gewohnt ist.

Also genau das Richtige für erfahrene Wettkampfsurfer, und Tom hat seine beiden Standardmanöver noch voll im Blut. Mit dabei um ein Haar noch ein Surfer der frühen 90er Jahre, aber Gary Elkerton fand sich als Pausenclown dann doch zu schade. So blieben nur noch einige Brasilianer deutlich jenseits der 30 Altersjahre. Curren, wie gesagt, der alte Mann dieses Sommer, zwar schon 40 und sonst im Masters Wettbewerb mit anderen Recken der 80er Jahre, sah hier gar nicht alt aus.

Mit den jungen Talenten sah es in den unsteten Wellen von Hossegor schon weniger gut aus, der von Sponsor herbeigejubelte Jamie O'Brien hier eher enttäuschend, vielleicht hätten ein paar Wellenmonster den jungen Gott der indonesischen Surfabenteuer herausgefordert? Die Wellenmonster waren auf den Photos zu bewundern, die am Finaltag von Gibus de Soultrait, Mitbegründer des ältesten französischen Surfmagazines Surf Session, versteigert wurden.

Jamie hatte ich erstmals im Winter 95/96 am Strand vor der Sunset Elementary an Oahu's North Shore gesehen, damals war er 12 Jahre alt und voller Power in den kraftvollen Wellen des hawaiianischen Winters. Vielleicht gab es zuviel Hype, zuviele französische Sommerparties, oder diese Wettkämpfe sind nicht sein Ding, jedenfalls war mehr als eine Handvoll Surfer besser, mit dabei der spektakuläre Chris Ward und ganz oben auf dem Treppchen ein Travis Logie mit Luke Stedman und Phil MacDonald auf den anderen Finalplätzen.

Beachtenswert einige Brasilianer, die mit den französischen Wellen immer gut zurechtkommen, bis ins Viertelfinale kamen Marcelo Nunes und Adriano de Souza. Ebenfalls bemerkenswert der Japaner Norimasa Ohno, der im Achtelfinale dem späteren Sieger Travis unterlag. Aus europäischer Sicht hielt allein Eneko Acero die Fahne hoch, der Spanier mit reichlich Fans am Strand unterlag im Viertelfinale dem Hawaiianer Fred Patachia.

Ausserhalb der Strandaktivitäten (die nach den Jahrmarktjahren der 90er sich nur aufs Surfen beschränken, selbst einen Bikini-Contest gibt es nicht mehr) die üblichen Autogrammstunden in den zahlreichen Surf-Läden in Hossegor - jede Marke hat mindestens ein Geschäft! - und ein mageres Abendprogramm, immerhin, es gab Tom Curren an der Gitarre im Rockfood.

BK media systems Tagebuch:

25.8. Mein erster Tag am Strand, es weht kräftige Schauer über die Dünen und wir ziehen uns an den Lac de Hossegor zurück. Der italienische Surf-Fotograf Giuseppe Repetto berichtet mir von einer katastrophalen Woche in Lacanau, sie hatten dort einen Tiefausläufer voll ab bekommen. Was gut ist für den Rasen auf den Golfplätzen, taugt leider wenig für die Zuschauer bei den Wellenreit-Wettbewerben.

26.8. wieder viel Wind, der Gischt in die Objektive der wackeren Fotografen weht.

27.8. der Wind beruhigt sich, morgends sogar ein wenig OffShore, Wellen gut.

28.8. Offshore-Tag mit Sonnenschein und noch guten Wellen. Der Veranstalter zieht am Nachmittag noch das Viertelfinale nach, damit bleiben 3 Heats für den Sonntag übrig.

29.8. Finaltag mit lauen Wellen. Zunächst steigen die Semifinalisten ins Wasser. In der Pause vor dem Finale wird die Expression-Session mehrmals verlängert, damit auch alle Teilnehmer mindestens eine anständige Welle surfen können. Im Finale sah es dann etwas besser aus, der Wellengott schickte einige Serien, damit die Veranstaltung einigermaßen korrekt beendet werden kon

P.S. Zur Quiksilver PRO Ende September/Anfang Oktober gab es SUPER WELLEN und tollsten Sonnenschein, der Südwesten in Bestform!

Habt ihr Tips, Informationen, Fragen?
Bitte ein mail an den surfer at exanova.com

[schau mal bei BK media vorbei] - [surf das Internet mit BK media] - [bis bald bei JahTours.com]

Sunset on the Atlantique, Hossegor 1996

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