Einladung zu einer Tour an der Cote
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Auf Tour mit BK

Nizza - Nice

Die etwas schmuddelig-chaotische Hauptstadt des Departements Alpes-Maritimes, fünftgroße Stadt Frankreichs, Seebad in günstiger Verkehrslage an der Ostseite der landschaftlich schön gelegenen Engelsbucht Baie des Anges mit ausgeglichenem Klima und malerischer Umgebung.

Funde aus vorgeschichtlicher Zeit weisen auf früheste Besiedlung hin, im 4. Jh. vor Chr. gründen Griechen aus Massilia hier den Ort Nikaea als Handelsstützpunkt. Die später hinzukommenden Römer siedelten sich weiter landeinwärts an, wo sie die Verwaltungs- und Militärstadt Cemenelum an der Via-Julia_Augusta errichteten.

Strand von Nizza in Höhe des Hotel Negresco

Wie Siedlungen an der ganzen Küste wurde auch das historische Nikaea im frühen Mittelalter von den Sarazenen zerstört, verschwand sogar von der Landkarte und erst zu den Kreuzzügen im 12. und 13. Jahrhundert entstand das heutige Nizza zwischen Meer, Paillon-Fluß und Burgberg. Seit der Zeit gehörte Nizza zur Grafschaft Provence, der es 1388 die Gefolgschaft aufkündigte, um sich unter den Schutz des italienischen Savoyens zu stellen. Erst 1860 wurde Nizza wieder französisch!

Um die Mitte des 19. Jh. wurde die Eisenbahn von Paris aus in Richtung Marseille und pünktlich zur Übernahme durch Frankreich über die ehemalige Grenze bis Nizza ausgebaut. Der wirtschaftliche Aufschwung der Côte konnte beginnen, und rasch hatten wohlhabende Engländer sowie Mitglieder des rusischen Hochadels die trockenen milden Winter an der Côte entdeckt und entflohen dem barschen Klima ihrer Heimat um in Nizza und Umgebung zu überwintern.

Das heutige Nizza besteht aus drei historisch gewachsenen Stadtteilen. Im Osten des zum größten Teil überbauten und kanalisierten Bergflusses Paillon liegt die Altstadt mit der Butte de Château und dem Hafen, im Westen die Neustadt mit den Villenvierteln und der im 19. Jh. durch die Initiative und finanzielle Unterstützung der englischen Kolonie entstandenen, berühmten Promenade des Anglais und schließlich - in der nördlichen Mitte der Stadt - der vornehme Stadtteil Cimiez auf dem ehemaligen Plateau der alten Römerstadt Cemenelum, deren Reste in den 50er Jahren bei Bauarbeiten wieder zu Tage kamen.

Karneval voller Farben unter azurblauem Himmel

Nizza ist Stadt der Kunst und der Wissenschaft, des Handels und der Forschung, aber auch der Nahrungsindustrie, der Blumenzucht sowie der Feuerwerke, Blumencorsos und Karnevalsumzüge. Ein Seebad mit 7 km langem breiten Kieselstrand, mit Luxushotels und Fußgängerzone, mit Universität und Akademien, mit dem TGV knapp 5 Stunden bis Paris, und der Flughafen Nice hat nach den Pariser Flughäfen die meisten Flugbewegungen in Frankreich.

Die zwischen Paillon und Schloßberg gelegene Altstadt mit dem vom Schloßberg bis zum Mont Boron reichendem Hafen Port Lympia mit Hafenkirche Notre-Dame-du-Port und schönem Place-Ile-de-Beauté sowie zahlreichen Restaurants und einer Bonbonmanufaktur weist eine Fülle von engen, verwinkelten Gassen, Treppen und Durchgängen auf, die in Gestaltung und Stil einen vorwiegend italienischen Charakter haben. Der größte Teil der ehemaligen Burgfestung wurde als öffentlicher Park umgestaltet. Von der Aussichtsterasse gibt es ein weites Panorama bis hinter Antibes, Cannes, an klaren Wintertagen mit Mistral gar bis Korsika!

In der Altstadt zahlreiche grau-gelbe Paläste und Kirchen, aber auch farbenfrohe Tupfer wie der Blumenmarkt auf dem Cours Salaya, dem ehemaligen Zentrum der Altstadt. Hier schließt sich auch gleich die Oper an und die Promenade des Anglais nimmt ihren Lauf Richtung Südwesten bis zum Flughafen. Interessant ist auch die Neustadt mit dem Asséna-Platz, der zusammen mit der Promenade du Paillon und dem Jardin Albert Ier das Flußbett des Paillon überdeckt und an der Nordseite von einer Arkadenreihe im Genueser Stil begrenzt wird.

Der auf dem Hägel von Cimiez gelegene, moderne Stadtteil und Villenvorort von Nizza geht zurück auf die alte Römersiedlung Cemenelum, die nach ihrem Untergang zum Steinbruch und Bauernland geworden war. Die Domäne wurde erst 1954 von der Stadt Nizza übernommen, die durch Ausgrabunge die Reste der Römerzeit freilegen ließ, so die Ville des Arènes und andere Teile der öffentlichen Anlagen, heut im Museums- und Promenadenpark Parc des Arènes zusammengefaßt. Die Villa des Arènes enthält das Archäologische Museum sowie das Musée Matisse. Eindrucksvoll ist das im 1.Jh erbaute Amphitheater mit Kapazität von 6000 Sitzplätzen, welches noch heute als Veranstaltungsort für z.B. das Jazzfestival genutzt wird.

Hier oben in Cimiez auch ein Klostergarten um ein Franziskanerkloster mit Ursrüngen im 9. Jh. sowie der alte Friedhof mit Grabstätten bekannter Maler wie Raoul Dufy und Henri Matisse. Am südlichen Rand, bevor der Boulevard de Cimiez in das Gewühl der Stadt abtaucht, noch das Memorial Marc Chagall, das zur Unterbringung des aus 17 großen Tafeln bestehenden Bibel-Zyklus des Malers gebaut wurde. Von den Arenen und anderen Winkeln gibt es teilweise einen guten Blick auf die Stadt, auch haben die zahlreichen Villen mit ihren üppigen Gärten ihren Reiz, sowie die lange vernachlässigten Paläste, die in jüngerer Zeit restauriert wurden um noch eine weitere Jahrhundertwende zu überstehen.

Das heutige Stadtzentrum von Nizza gleicht so sehr den anderen großen Städten mit Fußgängerzone, Einkaufszentrum Etoile und Kettenläden wie sie überall um den Globus herum anzutreffen sind. Die Altstadt zeichnet sich durch pfiffige Restaurants und Andenkenläden aus, ist aber auch sonst sehr lebendig da ein großer Teil der Gebäude als Wohnhäuser dienen. Von mangelnden Parkplätzen einmal abgesehen läßt sich Nizza mit dem Auto erschließen, noch bahnen sich stinkende Dieselbusse ihren Weg durch die zugeparkten Straßen. Der Bahnhof ist etwa 2 km von der Promenade des Anglais entfernt, der kürzeste Weg an den Strand führt durch gesichtslose Abschnitte der Neustadt, ein kleiner Umweg durch die Altstadt hat weit mehr Reize zu bieten. Für die Anbindung der menschenreichen Stadtviertel unterhalb der im Hinterland verlaufenden Autobahn wird nun eine Straßenbahn gebaut, und an der Promenade des Anglais wird eine Autofahrspur in einen Radweg umgebaut, denn die Stadt erstickt am Autoverkehr.

Von Nizza führen drei Straßen genannte Corniches die Küste entlang Richtung Monaco und Italien:
1. Basse Corniche RN 98 so weit wie möglich am Meer entlang durch Villefranche, Beaulieu und Cap d'Ail nach Monaco und Menton
2. Moyenne Corniche - ehemalige Route Nationale 7 - über den Col de Villefranche hinauf nach Eze Village und wieder hinunter nach Monaco und Cap Martin
3. Die der alten Römerstraße entsprechende Grande Corniche über den Col d'Eze nach La Turbie und von da direkt durch Roquebrune Village und Cap Martin nach Menton an die Grenze nach Italien.


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